Vergangene Woche recherschierte ich noch für einen Artikel über die Jugendsprache-Wörterbücher von Duden und Co. Prompt den Artikel abgeliefert, wurde gestern das Jugendwort des Jahres 2009 von einer Jury sponsered by Langenscheidt veröffentlicht. Hartzen – Synonym für gammeln, sinnlos rumhängen. Bei uns hieß das früher (oh gott bin ich schon so alt geworden) chillen oder schimmeln. Sprich in diesem Punkt stimm ich mit den Eigenarten der Jugendsprache noch über ein. Aber die Inhalte dieser Wörterbücher scheinen mir doch herrlich übertrieben und eher aus der Feder kreativer Schreiberlinge als von Schüler stammend.
Nehmen wir die Bespiel-Adjektive obama, korall und bäm. Folgende Wörter habe ich noch nie in der freien Wildbahn gehört. Und auch wenn ich nicht mehr der Durchschnittsjugend entspreche, schnappt man doch (leider) so einiges auf der Straße auf. Übrigens heißt obama neu/innovativ und korall bzw. bäm ist das neue „Trend“Wort für cool.
Doch kommen wir zurück zum Wort des Jahres „Hartzen“. Es ist irgendwie schon traurig dass für ein auch ebenso positiv besetzten Wort (entspannen, ausruhen) ein solch gesellschaftskritischer Begriff gewählt wird. Aber Entspannen ist in der heutigen Leistungsgesellschaft anscheinend verpöhnt und kann gleichgesetzt werden mit Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit. Anders: Sind jetzt alle Hartz 4 Empfänger Personen, die sinnlos daheim hocken und lustlos auf das Ende ihrer Tage warten? Klar gibt es welche, aber dieses Schubladendenken auf dem Hochreck ist mir ein Dorn im Auge.
Anscheinend ist mein Körper mit meinem momentanen Lebensstil mehr als unzufrieden. Seit Sonntag plagt mich jetzt schon mein Kreislauf. Heute kam meine werte Omi mal auf die Idee mir ihr Blutdruckmessgerät in die Hand zu drücken. Und siehe da niedriger Blutdruck und einen Puls über 110 (okay ich hatte gerade geraucht). Aber auch jetzt im laufe des Tages bleibt mein Blutdruck zu niedrig (123/ 61) und mein Puls zu hoch (89). Kein Wunder, dass ich dauernd denke jeden Moment umzukippen. Ich glaube ich liege nicht ganz falsch daran, etwas an meinem Lebensstil zu ändern. Vor allem Alkohol und Zigaretten sollten etwas *hust* eingeschränkt werden. Konkret heißt das absofort: Höchstens 2x die Woche Alkohol und dann auch in Masen (und nicht in Massen) und höchstens 5 Zigaretten am Tag (und DAS wird wirklich schwer). Sport ist ja ab nächster Woche eh geplant (Fitnessstudio ich komme). Ansonsten hab ich bald den Salat… Wie es weiter geht? Ich werde berichten.
Schon schade, die Herren jetzt erst für sich entdeckt zu haben. Aber immerhin hab ich sie noch einmal gesehen (im Gegensatz zu WSK, Tagtraum…)
die nerven gehen in rente,
wie ging nochmal geduld?
noch einmal geht´s um die wurst.
und wenn schon wenig,
dann viel zu wenig.
was bleibt ist unstillbarer durst,
und dann der knall…
geht so das ende?
ein 100 kilo herz schlägt auf mich ein.
das kann´s doch nicht gewesen sein.
zwei taube hände,
ein 100 kilo herz und nur ein bein.
heut nacht sterb ich für mich allein.
Hamburg Records hat mich dieses Jahr schon einige Moneten gekostet. Okay produzieren ja auch gute (sehr gute Musik). Für Freitag musste das Geld dann auch wieder herhalten. Mofa und Montreal in Köln durfte einfach nicht verpasst werden. Oder doch? Einlass war um 19 Uhr angesetzt. Kurz vor 8 wollten wir da sein, denn aus konzerterfahrenen Gründen dachten wir, es geht dann um 8 los. Denkste. Als wir ankamen, war der Laden proppe voll und Mofa spielten schon munter ihre Lieder. Egal selbst die letzten drei Lieder haben sowas von Spaß gemacht. Man merkte einfach dass die Jungs zu Hause gespielt haben. In der Pause wurde am Merchstand unten erstmal ein Thshirt von Mofa erstanden (yeahhh girlyggirly in schwarz pink^^).
ein letzter Hauch weht durch meine Sinne,
doch du bist nicht mehr da.
Zurück blieb nur ein dumpfes Pochen:
Boom – Boom – Boom
Was für eine ironische Harmonie,
nicht wahr?
Verstehe es wer will,
meinen Horizont überschreitet es schon lange.
Wie wäre es – noch ein letzter Kuss?
Einer der die Sinne schließlich völlig verkleben lässt.
Ich vermisse dich – das ist wahr.
Doch irgendwann hört auch die letzte innerliche Rangelei auf.
Und dann ist es zu spät.